Der Brenner Basistunnel (BBT) zählt zu den bedeutendsten Infrastrukturprojekten Europas. Mit einer Gesamtlänge von 64 Kilometern – einschliesslich der Bahnumfahrung Innsbruck – entsteht zwischen Innsbruck in Österreich und Franzensfeste in Italien die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt. Als Herzstück des europäischen Scan-Med-Korridors schafft der Brenner Basistunnel die Voraussetzungen für eine leistungsfähige, nachhaltige und zukunftsorientierte Verkehrsverbindung über die Alpen.
Amberg Engineering begleitet den Bau des Brenner Basistunnels seit vielen Jahren und übernimmt neben der Gesamtprojektleitung der 3 Hauptbaulose (H21, H41 und H53) in den beiden österreichischen Losen H41 Sillschlucht–Pfons und H53 Pfons–Brenner wesentliche Planungs- und Führungsaufgaben. In beiden Projekten verantwortet Amberg zentrale Bereiche der Ausführungsplanung und trägt mit seiner langjährigen Erfahrung im Tunnelbau massgeblich zum Projekterfolg bei. Die Leistungen reichen von der Teilprojektleitung komplexer Tunnelabschnitte über die Leitung des Innenausbaus bis hin zur Gesamtleitung der Ingenieurgemeinschaft. Darüber hinaus übernimmt Amberg die geotechnische Bauleitung sowie die Koordination zahlreicher Fachdisziplinen und Projektbeteiligter.
Das Baulos H41 Sillschlucht–Pfons bildet den nördlichsten Tunnelabschnitt auf österreichischem Staatsgebiet. Es umfasst rund 16 Kilometer zweiröhrige Haupttunnel im maschinellen Vortrieb (TBM), weitere 10 Kilometer konventionell aufgefahrene Tunnel (NATM), zahlreiche Querschläge und Schächte sowie den Innenausbau der Nothaltestelle Innsbruck und weiterer unterirdischer Bauwerke.
Direkt anschliessend folgt das Baulos H53 Pfons–Brenner, das mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro den grössten und zugleich südlichsten Bauabschnitt des Brenner Basistunnels auf österreichischer Seite darstellt. Neben zwei jeweils 7,6 Kilometer langen TBM-Haupttunnelröhren umfasst dieser Abschnitt einen rund 9 Kilometer langen Erkundungsstollen im konventionellen Vortrieb, die Nothaltestelle und Überleitstelle St. Jodok, Querschläge, Schächte, einen Zwischenangriff sowie umfangreiche Anlagen zur Materialbewirtschaftung. Die Planung dieser Bauwerke stellt höchste Anforderungen an die Koordination verschiedenster Fachbereiche und Bauverfahren.
Besonders anspruchsvoll sind in beiden Baulosen die wechselnden geologischen Verhältnisse mit Innsbrucker Quarzphylliten, Bündner Schiefern und Zentralgneisen, grosse Gebirgsüberlagerungen sowie Wasserzutritte im Bereich tektonischer Störzonen. Hinzu kommen die komplexe Baustellenlogistik und die Vielzahl technischer und organisatorischer Schnittstellen eines internationalen Grossprojekts. Die erfolgreiche Planung erfordert deshalb ein tiefes Verständnis des untertägigen Bauens sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Bauherrn, Planern und ausführenden Unternehmen.
Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Planung komplexer Tunnelbauwerke bringt Amberg Engineering seine Kompetenzen über den gesamten Projektzyklus hinweg ein – von der Entwurfs- und Genehmigungsplanung über die Ausschreibungs- und Ausführungsplanung bis hin zur geotechnischen Begleitung der Bauausführung. Die Mitarbeit an den Baulosen H41 und H53 unterstreicht die internationale Kompetenz von Amberg Engineering bei der Realisierung anspruchsvoller unterirdischer Infrastruktur und leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität in Europa.
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