Interview mit Laurence Delplace
Was bedeutet für Sie persönlich «Bauen für morgen» – im Kontext von Innovation, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung?
Für mich bedeutet «Bauen für morgen», Verantwortung über den Projektabschluss hinaus zu übernehmen. Wir planen und bauen Infrastrukturen, die Jahrzehnte, oft sogar Generationen überdauern. Das verpflichtet uns, sowohl technologisch als auch ökologisch und gesellschaftlich vorauszudenken.
Es geht nicht nur darum, effizienter oder kostengünstiger zu bauen, sondern darum, Lösungen zu entwickeln, die resilient, adaptiv und nachhaltig sind. «Bauen für morgen» heisst, den gesamten Lebenszyklus mitzudenken – von der Planung über den Bau und Betrieb bis hin zur Wiederverwendung und zum Rückbau.
Innovation spielt dabei eine zentrale Rolle: digitale Zwillinge, künstliche Intelligenz, CO2-arme Materialien, automatisierte Bauprozesse – all diese Entwicklungen eröffnen neue Möglichkeiten. Aber sie fordern uns auch heraus, unsere Arbeitskultur, unsere Entscheidungsfindung und manchmal sogar unsere Denkmuster zu erneuern.