Der Brenner-Zulauf nimmt Formen an -© Foto: Matthias Balk/dpa/picture-alliance

Amberg Engineering gewinnt zusammen mit OBERMEYER den Planungsauftrag für das Los 2 des Brenner-Nordzulaufs zwischen Innleiten und Kirnstein

Amberg Engineering AG hat gemeinsam mit dem Partner OBERMEYER Infrastruktur GmbH & Co. KG einen Zuschlag der Deutschen Bahn im Projekt Brenner-Nordzulauf erhalten.

Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) wird im Planungsabschnitt „Innleiten–Kirnstein“ des Brenner-Nordzulaufs die Neubaustrecke planen.

„Amberg Engineering freut sich auf die spannende Arbeit am Projekt Brenner Nord Zulauf neben unserem laufenden Projekt am Brenner Basistunnel. Die bisherige gute Zusammenarbeit mit Obermeyer kann aufs Neue gestärkt werden" ergänzt Hr. Dr. Franz Pacher“ (CEO Amberg Engineering AG).

„Gemeinsam mit unserem Partner Amberg Engineering nehmen wir die Herausforderung gerne an, die Kundenziele im Dialog mit der Öffentlichkeit optimal umzusetzen“ erläutert Dipl. Ing. Erhard Lederhofer, Geschäftsleiter OBERMEYER Infrastruktur.

Die Bahnstrecke München – Innsbruck stellt eine Hauptachse des internationalen Schienenverkehrs dar. Sie ist die Hauptverbindung von Süddeutschland nach Tirol/Österreich und dient als Zulauf zum Brenner. Neben durchgängigen Fernverkehrslinien verkehren insbesondere Güterzüge von und nach Italien über diese Strecke.

Die Bahnstrecke München – Innsbruck – Verona ist gemäß Verordnung (EU) Nr. 1316/2013 Teil des Scandinavien-Mediterranean-Corridor (RFC 3 / CORE 5 / TEN-V).

„Im Memorandum von Montreux“ haben die Verkehrsminister Österreichs, Italiens und Deutschlands im Juni 1994 die stufenweise Realisierung der Zulaufstrecken und des Brenner Basistunnels vereinbart. 

Dabei wurde ausdrücklich betont, dass zur Beseitigung von Kapazitätsproblemen der Ausbau im österreichischen Inntal rasch in Angriff genommen werden sollte. Weitere Streckenabschnitte sind so einzuplanen, dass die für den Verkehr erforderlichen Kapazitäten rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden können.

Ende 2012 wurde der Ausbau des österreichischen Inntals zwischen Kundl/Radfeld und Baumkirchen in Betrieb genommen. 2014 wurde mit dem Bau des Brenner Basistunnels begonnen. 

Die Verkehrsministerien der Republik Österreich und der Bundesrepublik Deutschland haben am 15.06.2012 eine Regierungsvereinbarung über die koordinierten Planungen zum Ausbau der grenzüberschreitenden Schienenverbindung (Vertrag von Rosenheim) geschlossen, um die nördliche Zulaufstrecke München – Rosenheim – deutsch-österreichische Grenze – Kundl/Radfeld – Innsbruck zeit- und bedarfsgerecht auszubauen.

Der Planungsabschnitt Innleiten–Kirnstein des Brenner-Nordzulaufs umfasst unter anderem die Planung der beiden Tunnel Ringelfeld und Steinkirchen inklusive der tunneltechnischen Ausstattung, die Planung der Gewerke Schiene und Straße für die oberirdische Streckenführung sowie das Gewerk des konstruktiven Ingenieurbaus mit der Objekt- und Tragwerksplanung für den Neubau von Überführungsbauwerken, Trögen, Schallschutzwänden und Stützbauwerken.

Als BIM-Unternehmen setzt die OBERMEYER Gruppe auf eine nachhaltige Entwicklung der BIM-Methodik in Gesamtplanungsprojekten der Infrastruktur unter Zuhilfenahme moderner Technologien. Auftraggeber profitieren von umfangreicher Erfahrung mit digitalen Planungsworkflows.

Auch im Projekt Brenner-Nordzulauf kommt Building Information Modelling (BIM) vertraglich verpflichtend zum Einsatz. „Wir freuen uns sehr, unsere Planungsexpertise in einem solch exponierten DB-Gesamtplanungsprojekt zeigen zu können. Zudem können wir zusammen mit den Projektbeteiligten gemeinschaftlich die BIM-Methodik in der Infrastrukturplanung weiterentwickeln“, erläutert Dr. Franz Pacher.